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Ab 31. Mai 2020 wieder Gottesdienste in der Deutsch Reformierten Gemeinde / bitte beachtet die besonderen Hinweise dazu

Liebe Gemeindeglieder.

Seit dieser Woche ist es – unter Einhaltung behördlicher Regeln – wieder möglich, Gottesdienste in den Kirchen zu feiern. Unabhängig davon besteht eine besondere eigene Verantwortung der Gemeinde, den Ablauf des Gottesdienstes so zu planen, dass der Schutz und die Sicherheit aller Gottesdienstbesucherinnen und -besucher auf hohem Niveau gewährleistet ist.

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in einem Rundbrief über die neuen Entwicklungen und die Überlegungen in unserem Presbyterium zur Wiederaufnahme unserer Gottesdienste informiert und Euch darum gebeten, mir Eure Meinung mitzuteilen. Das haben einige getan, ich danke allen dafür.

Es kann nicht jetzt nicht darum gehen, möglichst schnell zu sein, sondern Sorgfalt muss immer noch das höchste Gebot sein. Die Voraussetzung dafür, dass wir wieder Gottesdienste in unserer Kirche feiern, muss sein, dass alle ohne Bedenken daran teilnehmen können. Eine Spaltung innerhalb der Gemeinde zwischen verschiedenen Gruppen – Menschen mit „erhöhtem Risiko“ und Gesunden, Starken und Schwachen - darf es nicht geben. Die Einladung, sich als Gemeinde zu versammeln, gilt allen gleichermaßen. Durch unser Verhalten oder unsere Form des Gottesdienstes bestimmte Menschen auszuschließen, widerspricht dem Wesen des Gottesdienstes.

Vielleicht wäre es möglich gewesen, schon an diesem Sonntag wieder Gottesdienst in unserer Kirche zu feiern. Das Presbyterium hat aber entschieden, etwas vorsichtiger zu agieren - auch um sicherzustellen, dass wir nach den behördlichen Regeln und vor allem nach den eigenen Ansprüchen an unsere Verantwortung die nächsten Gottesdienste feiern können. Deshalb wurde vom Presbyterium beschlossen, dass am 31. Mai, also am Pfingstsonntag um 10 Uhr der erste Gottesdienst der Deutsch Reformierten Gemeinde nach der Corona-Pause stattfinden soll. Wenn wir Pfingsten als den „Geburtstag der Kirche“ feiern, dann ist das sicherlich ein angemessenes Datum für den Wiederbeginn unserer Gottesdienste.

Dazu gibt es jetzt einige Hinweise:

1. Beginn / Zugang

Die Kirche ist ab 9.30 Uhr geöffnet. Die Türen zur Kirche und zum Gottesdienstraum sind offen, man muss sie beim Eintreten also nicht berühren. So haben alle die Möglichkeit rechtzeitig zu kommen und sich in Ruhe einen Platz zu suchen, der gut für sie ist und der einen Abstand zu anderen hat, bei dem man sich sicher und nicht bedrängt fühlt – genau so, wie man es wünscht. Die Anderen sollten es respektieren, wenn jemand mehr Abstand möchte, als man selbst für notwendig hält.

Es können und sollen alle Plätze in der Kirche genutzt werden, auch auf der Empore! Die Prediger werden sich darauf einstellen.

In den Toilettenräumen im Keller sind Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtücher. Außerdem wurden in der Krypta und im Eingang der Kirche kontaktlose Automaten zur Handdesinfektion angebracht.

2. Gottesdienst

Der Ablauf des Gottesdienstes wird etwas verändert bzw. gegebenenfalls verkürzt. Es werden keine Gesangbücher ausgegeben, sondern nur Liturgieblätter. Im Gottesdienst wird gar nicht oder nur eingeschränkt gesungen. Stattdessen wird der Text der Lieder vorgelesen und Mikael spielt einige Strophen auf der Orgel. Falls möglich können zwei Mitglieder des Chores einige Lieder auf der Orgelempore singen.

Besonders wenn Gottesdienstbesucherinnen oder -besucher auf der Empore sitzen, werden die Prediger ihre Predigt oder auch den ganzen Gottesdienst von der Kanzel aus halten.

Wenn Abendmahl gefeiert werden soll, werden wir dafür auch einen speziellen Ablauf festlegen, der die Abstandsregeln einhält, und der vorher mitgeteilt wird. Es ist vorstellbar, das Brot und Kelch in den Bänken auszuteilen oder einzeln nach vorne zu gehen und dort die Einzelkelche und das einzeln präsentierte Stück Brot zu empfangen, d.h. selbst zu nehmen. Bei der Vorbereitung wird auf Handschuhe geachtet. Darüber wird das Presbyterium demnächst beraten.

3. Nach dem Gottesdienst

Jeder und jede kann den Gottesdienstraum so verlassen, wie es ihm/ihr angemessen erscheint. Deshalb werden alle Türen wieder weit geöffnet, gegebenenfalls auch die Seitentür.

Die Verabschiedung durch den Pastor geschieht, wenn gewünscht, erst vor der Tür im Freien. Es ist aber auch in Ordnung, wenn jemand ohne weitere Kontakte oder Gespräche das Kirchenareal umgehend verlässt, dieses werden alle akzeptieren. Natürlich steht es darüber hinaus jedem und jeder frei, miteinander zu sprechen, gerne auch im Freien vor der Kirche. Das liegt in der Entscheidung der Einzelnen.

Vorerst gibt es keinen Kirchenkaffee im Gemeinderaum. Man kann aber überlegen, ob wir Kaffee in Thermoskannen vorbereiten und bereitstellen, um nach dem Gottesdienst vor der Kirche einen Stehkaffee nehmen zu können. Wer mag, kann dazu seinen eigenen Thermobecher mitbringen!

Auch darüber wird das Presbyterium in den nächsten Tagen beraten.

 

Darüber hinaus sollten die bekannten Verhaltens- und Abstandsregeln auch vor, während und nach unserem Gottesdiensten beachtet werden.

 

Ich habe von vielen gehört, dass sie sich darauf freuen, wenn wir wieder gemeinsam Gottesdienst in unser Kirche feiern können. Das tue ich auch und in einigen Tagen ist es so weit! In den vergangenen Wochen haben wir allerdings auch Erfahrungen mit anderen Arten der öffentlichen Verkündigung gemacht, indem wir Andachten als Link auf unserer Homepage veröffentlichten. Viele von Euch haben mir dazu etwas geschrieben oder gesagt. Dieses alles wird sicherlich Einfluss auf die zukünftige Gemeindearbeit haben.

 

Schreibt mir gerne Eure Meinung und Eure Anregungen! Ich hoffe, wir sehen uns bald, bis dahin
viele herzliche Grüße

Axel Bargheer